Olympic National Park – Quinalt River Walk

Rain Forest

Auf und nieder immer wieder. Schweißperlen, oder besser gesagt wasserfallartige Rinnsäle laufen in strömen meinen Körper herunter.

Die Gespräche sind schon seit langem verstummt. Selbst das beliebte nachmittags Thema: „Was von unseren 3 Sachen gibt es heute Abend zu essen“ sind bereits vor geraumer zeit erledigt worden. Nichts was uns mehr Gesprächsstoff liefert. Die größten Bäume sind gefunden, sonst gibt es keine Blumen, kein Tiere, einfach nichts. Oh doch, die Spinnweben, die man ständig aus dem Gesicht wischen muss und diese Mücken, sorgen hin und wieder für einen Murrer. Ansonsten ist jeder damit beschäftigt zu laufen. Ein Schritt vor den nächsten, in der Hoffnung doch endlich an dem geplanten Ziel anzukommen. 24 km sind es am ersten Tag. Keine große Sache dachten wir. Aber das monotone saugt uns schneller als geplant die Energie aus.

Am zweiten Tag ist die Stecke kürzer, doch mit geplanten 1.000 Höhenmetern ein gutes Stück Arbeit. Auch an diesem Tag geht uns schnell der Frohmut verloren. Die ausgebrochenen teilweise nur schwer zu begehenden Passagen sind lange und steil. Auf und nieder immer wieder… Wie sollen wir so 1.000 Höhenmeter unterschied schaffen. Die Schönheit der Natur ist sicher da, nur wir sehen sie nicht. Ein Schritt vor den nächsten. Immer konzentriert nicht doch mal ins nichts zu treten.

Wir schauen auf die Karte: Noch 6 km dann sollten wir da sein. Nach 2 Stunden erneut der Blick und die bittere Erkenntnis, dass wir erst jetzt dort sind wo wir vor 2 Stunden dachten zu sein. Wie konnte das passieren? Wir machen das doch nicht zum ersten Mal?

Gespräche kommen auf wie, sollten wir besser umdrehen? Oder sollten wir hier Übernachten?

Nein noch 6 km dann sind wir dort. Nach nochmal 2 Stunden sind wir dort. Am Pass nicht jedoch am geplanten Campesite. Wir beschließen es für heute gut sein zu lassen. Mit dieser Entscheidung haben wir uns für den Rückzug entschieden. Wir werden umdrehen müssen. Doch jetzt zählt es erstmal Wasser zu finden und unsere Essensvorräte Bärensicher in den Bäumen aufgehängt zubekommen. Die Nacht verbringe ich eher unruhige. Hoffentlich ist der Sack mit dem Essen morgen noch da. Wenn er dem Bär als Mitternachtssnack in die Pfoten fällt, bedeutet dass 2 Tage für uns ohne Essen.

Der Jubelsprung am nächsten Morgen. Er ist noch da. DANKE.

Wir lassen einen letzten Blick über die Gipfel schweifen, und freuen uns, dass wir einen so tollen und abgelegenen Campingplatz gefunden haben. Einen solchen haben wir uns ersehnt.

Wir beginnen gut gelaunt den Rückzug, voller Vorfreude auf die Pasta in 2 Tagen. Nach einem harten Kampf – Wir gegen die Natur – kommen wir müde und erschöpft am Ende an.

volle Distanz: 34334 m
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Ja, das bin ich

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: sevilla fc

  2. Hallo! Das hört sich ja ganz schön abenteuerlich an…. Ich glaube ich hätte ganz schön Sch… vor den Bären.
    Ich wünsche euch viel Spaß und beneide euch um die tollen Aussichten und Erlebnisse.
    Grüße aus Frankfurt
    Martina

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