Food finds – Green papaya Salad (Som Tum Thai)

Da isser, der Papaya Salat

Thailändisch, kennt man ja… Scharf, Krabben, Kokos und Reis oder Reisnudeln. Eine seltsame Vorfreude hatte mich gepackt. Meine Kenntnisse der Thai Küche sind eine Mischung aus Klischees, den obligatorischen „authentisch thailändischen“ Restaurantbesuchen in Deutschland und einigen amateurhaften Versuchen von Freunden noch viel authentischer thailändisch zu kochen. Gibt es wirklich auf den Nachtmärkten überwiegend Insektensnacks? Ist alles so scharf, das man es nicht essen kann???

Neuseeland, hier haben wir uns ja eher sehr einfach ernährt. Zum einen aus Budgetgründen zum Anderen aber auch weil hier keine echte Überraschung wartete – und einen Pie in zuckersüßem Ketchup zu ertränken zähle ich hier eindeutig nicht in die Kategorie kulinarischer Highlights. So viel anders ist das hier in Bangkok. Straßenmärkte und Garküchen immer, überall, zu jeder Zeit. Alles spielt sich auf der Straße ab. Handel, Wandel, Essen, Leben, alles.
Wir folgen dem Rat eines Bekannten. Wer noch keine Erfahrung mit thailändischem Essen hat, der sollte mal einen der zahlreichen Foodcourts aufsuchen. Foodcourts gibt es vor allem in Kaufhäuser; große Auswahl, hygienische Zubereitungsbedingungen, Speisekarten, sogar in lateinischer Schrift, zuweilen annehmbarer Schärfegrad. Vor allem gefällt und erst einmal durch die Stand zu schlendern und zum einen zu sehen was andere so bestellen, was es alles so gibt und an was man sich am ersten Tag eben so rantraut.

Da isser, der Papaya Salat

Da isser, der Papaya Salat

Gleich an diesem ersten Tag komme ich nicht an diesem Gericht vorbei. Som Tum, kein süßer Fruchtsalat, eher eine frische, würzige kleine Mahlzeit für sich. Der Papaya Salat entsteht nicht auf Basis einer reifen Papaya, nein, seinen gemüsehaften Charakter erhält er von einer unreifen, grünen, noch harten Papaya. Diese Basis ist frisch, fruchtig, knackig und vollkommen unerwartet.

Die wesentlichen Zutaten sind zumeist ungeschälte, kleine Knoblauchzehen, Chili, Schlangenbohnen oder Erbsen, manchmal Kohl, Erdnüsse, kleine feste Tomaten und Limetten, getrocknete, kleine Schrimps und eben geraspelte unreife Papaya. Dazu gesellt sich Limettensaft, Essig, manchmal eine Fruchtpaste, Fisch- oder Sojasoße.
Und wie schmeckt das ganze? Im englischen spricht man ja immer vom „Crunch“ – ja, hier ist es chrunchy. Fruchtig süß, knackig durch Schrimps, Erdnüsse und die Papayas, salzig durch die Fischsoße. Dass ganze mit einem Wahnsinns Kick, denn selbst im besagten Foodcourt ist der Salat schon echt scharf.

Wir haben den Salat fast immer irgendwie bestellt, so oft es ging. Jedes Mal war er etwas anders aber immer gut. Für 1,50 bis 2EUR ist das wirklich ein kleine Mahlzeit mit Kick. Einmal haben wir auf einem Nachtmarkt geordert. Das heißt: Strassenniveau. Eventuell unhygienische Zubereitungsbedingungen sind irrelevant, denn das ganze kam mit einem enormen Schärfegrad daher. Dennoch, es brennt (wirklich extrem, Mund, Lippen, später im Bauch und einen Tag später bekommt man noch mal die Erinnerung daran) und ist dabei fruchtig, frisch und man will am Ende die ganze Soße austrinken, wenngleich grade hier definitiv davon abzuraten ist.

Die Menge an Shrimps ist für meinen Geschmack häufig zu viel gewesen und ich glaube auch nicht, das sie viel zum Geschmack beitragen. Thais geben sie eher wegen der Textur hinzu – hier bevorzuge ich doch eher eine größere Menge Erdnüsse.

Klar es gibt noch tausend andere tolle Dinge dir wir ausprobiert haben, nur davon schreiben wir vielleicht ein anderes Mal. Nur so viel, tolles und auch seltsames Essen in Thailand gab es einiges. Insektensnacks am Straßenstand haben allerdings wir nur einmal gesehen – und sind daran vorbei gegangen…

 

Veröffentlicht von

www.arcx.de

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