Kein Wasserfall in Hsipaw

Sonnenuntergang am Strassencafe

Für uns ist Hsipaw der nördlichste Punkt unserer Myanmarreise. Als der Geheimtipp wird es im Reiseführer angepriesen. Doch alleine die Tatsache, dass das kleine Dorf hierzu erwähnt ist, schließt dies ja schon aus noch immer ein solcher Geheimtipp zu sein. Doch in ein anderes, noch kleineres  Dorf von hier aus zu kommen ist nicht so einfach. Viele Straßen ins Hinterland sind für Ausländer gesperrt. Zudem kommt natürlich noch die sprachliche Barriere.
Unsere Pläne sehen eigentlich vor eine 2-3 Tage Wanderung durch verschiedene Bergdörfer mit einem Guide zu machen, welcher sich auch um Unterkunft und Essen kümmert. Doch der Tageslohn von 120$ lässt uns da ziemlich zurückschrecken. Wir leben zur Zeit für 18$ am Tag, zu zweit, inklusive Hotelzimmer.
Wir beschließen eine Tageswanderung auf eigene Faust.
Die Sonne brennt vom Himmel schon ab früh morgens, doch wir brechen auf. Nachdem wir die Stadt verlassen haben wechselt die Landschaft sehr schnell. Hier gibt es nur noch sehr wenig. Hütten, gedeckt mit Stroh, der Raum nur von einer Seite geschlossen. Mehr haben die Menschen hier nicht zum Leben. Hier ist Hinterland. Hier leben die Menschen von dem, was sie anbauen.

Shan Tempel

Shan Tempel – der Figur mit dem Wedel Luft zuzuwedeln scheint das Wichtigste zu sein…

Nach drei Stunden, vorbei an Gehöften und Reisfeldern sind wir am Fuss eines Wasserfalls. Das wollten wir sehen, nur in der Trockenzeit ist nicht viel los mit Wasserfall. Wir streuen noch ein wenig durch die Landschaft und finden den ein oder andere Shan Shrein. Die Shan Völker sind in den Bergen losgelöst von allem ihrer eigenen Religion nachgegangen. Der kurze Abstecher ein wenig jenseits der Touristenwege hat uns ein klein wenig Einblick gegeben, wie die Menschen leben, die nicht vom Tourismus leben.

Nach zwei Tagen, haben wir die Stadt einmal umrundet. Haben alle Pagoden, Monastarys, Flüsse, und Little Bagan (very little) erkundet. Leider schaffen wir es nicht auf den Sunset Hill. Irgendwie fängt unser Magen an uns Probleme zu machen. Magenkrämpfe lassen uns umkehren. Wir ziehen das gekühlte Hotelzimmer dem Sonnenuntergang in diesem Fall vor.

Markt um 5 Uhr am Morgen; Wir nehmen noch die letzten Züge des Getummels mit

Markt um 5 Uhr am Morgen; Wir nehmen noch die letzten Züge des Getummels mit

Doch eine Sache lassen wir uns nicht entgehen. Der Markt am Morgen. Beginn ist um 2Uhr in der früh. Wir schaffen es noch vor Sonnenaufgang dort zu sein. Ein riesen Trubel. Hier gibt es alles , was die Restaurants und Straßencafés für den Tag über brauchen. Die Mopeds werden beladen und behängt, jeder Zentimeter ausgenutzt. Und zu der Zeit sieht das Fleisch sogar noch einiger Massen annehmbar aus. Keine Fliegenschwärme, doch essen mag ich es noch immer nicht.

Veröffentlicht von

Ja, das bin ich

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: